
7. Verhaltensstörungen
Verhaltensstörungen und Neurosen sind ein häufiges Problem bei Heimvögeln. Viele dieser Schwierigkeiten lassen sich aber vermeiden , wenn die Tiere möglichst artgerecht in größeren Käfigen oder Volieren nicht allein gehalten werden.
Psychische Probleme bei Papageien sind häufig Gegenstand der Forschungen. Wegen ihrer Intelligenz, Verspieltheit und Fähigkeit zur Nachahmung sind sie als Haustiere besonders beliebt. Aber während sie in der Natur als sehr gesellige Vögel in größeren Gruppen leben, kommen sie in Gefangenschaft oft genug in Einzelhaft. Ohne Kommunikationspartner und Beschäftigung entstehen sehr viele Probleme. Wenn es den Vögeln nicht gelingt, sich ihrer Umgebung und dem Lebensstil in Gefangenschaft anzupassen, entwickeln sie aus Einsamkeit und Langeweile zwanghafte Verhaltensweisen oder werden allmählich krank und sterben schließlich.
Oft wird gesagt, dass einzeln gehaltene Papageien schneller zahm werden und besser sprechen lernen bzw. dass bei den Kanarienvögeln das Männchen angeblich nur in Einzelhaltung singt. Dies ist zum Teil falsch. Auch in Gemeinschaft gehaltenen Papageien können zahm werden und sprechen; es erfordert jedoch meist etwas mehr Geduld. Es kann eventuell von Vorteil sein, einen sehr jungen Vogel vorübergehend erst allein zu halten, bis er zahm geworden ist. Kanarienvögel singen auch in Gemeinschaft von Artgenossen und Weibchen - vielleicht nur etwas seltener . Dafür fühlen sie sich aber erheblich wohler!!
Handaufgezogene Papageien werden stark auf den Menschen geprägt. Das führt jedoch spätesten bei Eintritt der Geschlechtsreife zu entsprechend unerwünschten Aktivitäten des Vogels kommen. Der Mensch wird kaum in der Lage sein, den natürlichen Lebenspartner des Vogels rund um die Uhr zu ersetzten.
a) Federrupfen
Das Federrupfen bis zur fast vollkommenen Nacktheit stellt viele Papageienhalter vor ein scheinbar unlösbares Problem. Es handelt sich hierbei um keine Krankheit, sondern um eine tief greifende Verhaltensstörung, die ihre Ursache in Gefangenschaft und ungünstigen Haltungsbedienungen hat. Diese Neurose ist die auffälligste und bekannteste. Sie kann bis zur Selbstverstümmelung führen.
Krankheitsbild
Die normale Gefiederpflege entwickelt sich nach und nach zu einem übertriebenen und aggressiven Zerbeißen und Ausrupfen der Federn. Anfangs zieht sich der Vogel erst spielerisch nur ein paar Federn aus. Aber dann wird das regerecht zu einer Sucht, der das gesamte Gefieder zum Opfer fällt.
Meist beginnt der Vogel damit, die Federn aus der Brust zu rupfen; dann dauert es nicht lange und er sitzt vollkommen kahl gerupft auf der Stange. Lediglich der Kopf bleibt mit Federn bedeckt, da er sie nicht erreichen kann. Der nackte Vogel mit dem befiederten Kopf ist ein typisches Zeichen für den Federrupfer. Im Gegensatz dazu verlieren die Vögel bei einer Erkrankung wie dem Federverlustsyndrom auch das Kopfgefieder.
Manchmal werden auch die Nägel oder sogar die Zehen und andere Weichteile ausgiebig von den Vögeln benagt.
Dem Federrupfen sind häufig - wahrscheinlich unbemerkt - schon frühe Stadien der Neurose vorangegangenen wie gesteigertes Bearbeiten von Spielzeug, ständig zwanghaftes Springen von Stange zu Stange, unentwegtes Hin - und Herwiegen des Kopfes, Nervosität oder übertriebene Schreckhaftigkeit.
Ursachen
Rupfen bei Vögeln kann entstehen durch folgende Punkte:
Falsche Ernährung- diese kann unter anderem zu Leberschäden führen, so dass sich die Tiere teilweise über die Haut entgiften. Der daraus resultierende Juckreiz kann zum Rupfen führen. Fehlen wichtige Inhaltsstoffe oder ist das Futter zu einseitig, kann auch dies das Rupfen begünstigen.
Sexuelle Frustration - zur Natur eines jeden Tieres gehört die Fortpflanzung, sie ist quasi einprogrammiert. Kann dieses Programm, obwohl es aktiv ist, nicht ausgeführt werden, kommt es zu Ausweichreaktionen, u.a. Rupfen.
Stress - werden die Tiere auf zu engem Raum gehalten, so dass rangniedere Tiere keine Rückzugsmöglichkeit haben, so führt der Stress zu Ausweichreaktionen. Das Stress einen wesentlichen Beitrag zur Populationsregelung leistet, kennt man besonders von Nagern. Hier führt Stress zur verringerten Fruchtbarkeit, ja sogar zum Tod einiger Tiere.
Langeweile - Papageien und somit auch Sittiche sind intelligente Tiere mit einem ausgeprägten Spieltrieb. Können sie den nicht ausleben, kann auch hier das Rupfen eine Folge sein. Erschwerend kommt hierbei hinzu, dass die Tier in der Natur die meiste Zeit auf Nahrungssuche sind, in unseren Volieren sind die Futternäpfe jedoch stets erreichbar und gut gefüllt, Langeweile ist also ohne zusätzliche Beschäftigungsmöglichkeiten vorprogrammiert.
Des weiteren können auch Schock, Parasiten, Anpassung an neue Umgebung oder übersteigerte Aggressivität wegen Partnerverlust, falsches Raumklima ,Über - oder Untervitaminisierung, fehlende Kalkzufuhr zum Rupfen führen.
Suchen Sie einen Tierarzt auf, um organische Schäden oder Parasiten auszuschließen. Überprüfen Sie die Ernährung Ihrer Vögel. Manche Tiere reagieren mit Rupfen auch auf allergischen Reaktionen auf bestimmte Inhaltsstoffe (gespritztes Gemüse etc.). Verschaffen Sie dem Vogel Beschäftigung- ein einsamer, alleingelassener Sittich ist ein potentieller Rupferkandidat!
Langeweile und Einsamkeit, vielleicht auch Trauer über einen verlorenen Partner (Vogel oder Mensch) sind meist die Gründe für die Entwicklung einer Neurose. Zu enge Käfige, ungeeignetes Spielzeug, immer der gleiche Ausblick, fehlender Freiflug, falsche Sitzstangen, Alleingelassenwerden und ungenügende Zuwendung durch den Besitzer tragen dazu bei.
Viele Vögel sind sehr sensibel und reagieren schnell mit einer psychischen Störung, wenn sich z.B. in ihrer Umgebung etwas ändert oder wenn es Familienzuwachs gegeben hat.
Wichtig: Federrupfen und Federverlust kann auch anderen Ursachen haben, Deshalb sollen als erstes immer Infektionskrankheiten wie Ornithose/ Psittakose oder PBFD, Ektoparasiten wie Vogelmilben, Endoparasiten wie Giardien, schwere Mangelsituationen, Stoffwechselstörungen oder Tumoren ausgeschlossen werden.
Selbstmaßnahmen
Sind Sie sich sicher, dass das Federrupfen psychische Gründe hat, müssen Sie zuerst die Haltungsbedingungen überdenken und gegebenenfalls ändern. Gewähren Sie Ihrem Vogel einen geräumigeren Käfig mit Naturholzstangen und Klettermöglichkeiten und einer Versteckmöglichkeit. Stellen Sie den Käfig dort auf, wo er mehr los ist und der Vogel nicht so alleine ist. Der tägliche Lichteinfall sollte acht bis zwölf Stunden nicht übersteigen. Wenn dies der Fall ist, sollten Sie den Käfig mit einem dichten Tuch abdecken.
Geben Sie Ihrem Vogel täglich Gelegenheit zum Freiflug und Baden.
Und vor allem:
Versuchen Sie ihm einen Partner zu besorgen, den er akzeptiert. Dabei können bei Papageien durchaus auch verschiedene Papageienarten Sympathien zueinander entwickeln, z.B. Amazone und Wellensittich.
Legen Sie bei der Ernährung größeren Wert auf ausgewogene Protein-, Mineralstoff- und Vitaminversorgung.
Wann zum Therapeuten?
Um sicherzugehen, dass keine ansteckenden Infektionen, Parasiten oder andere körperliche Leiden hinter dem Federrupfen stehen, sollten Sie den Tierarzt aufsuchen.
Vor - und Nachsorge
Vermeiden Sie Ursachen wie nicht artgerechte Haltung und Fütterung! Sorgen Sie dafür, dass der Papagei nicht von seinem Partner getrennt wird oder seine Bezugsperson verliert. Viel Geduld ist nötig, um den Papageien schließlich von seiner zur Sucht gewordenen Angewohnheit zu befreien. Lassen Sie ihm mehr Aufmerksamkeit zu teil werden, aber nicht, wenn er gerade Federn rupft. Das würde ihn darin bestärken. Wenn Sie ihn beim Rupfen ertappen sollten, können Sie ihn für einige Minuten mit einer Decke abdecken.
Rasse - Dispositionen
Federrupfen und Selbstverstümmelung sind vor allem bei Papageien und Kakadus bekannt.
b) Dominantes Verhalten
Gesellig in einer Gruppe lebende Vögel regeln das Miteinander, indem sie durch Dominanz - und Unterlegenheitsgesten eine Rangordnung aufbauen ("Hackordnung"). Dominantes Verhalten kann aber zum Problem werden, wenn sich ein Vogel innerhalb der Gruppe sehr aggressiv gebärdet.
Krankheitsbild
Der Vogel traktiert ständig einen andern unterlegenen Vogel.
Der Vogel verhält sich seinem Halter gegenüber dominant und aggressiv. Es kommt auch vor, dass er vom Halter Besitz ergreift und gegen die anderen Familienmitglieder aggressiv reagiert. Bisse, besonders von größeren Papageien, können böse Folgen haben.
Ursache
Die Vögel passen nicht zusammen, sind sich unsympathisch. Zu einem dominanten Verhalten gegenüber dem Tierhalter kommt es möglicherweise, wenn der Vogel ständig über dessen Kopfhöhe sitzt.
Selbstmaßnahmen
Trennen Sie die Vögel.
Verhaltensforscher empfehlen, Käfige und Sitzstangen für den Vogel unterhalb der Brusthöhe des Tierhalters anzubringen. Allerdings sollten sich die Stangen nicht unterhalb der Taillenhöhe befinden, das der Vogel sonst eine Angstneurose entwickeln könnte. Angriffe können Sie manchmal äußerst wirksam mit einer Wasserpistole abwehren. Empfehlenswert ist außerdem, dem Vogel nicht ständig ausreichend Futter hinzustellen. Geben Sie ihm statt dessen erst dann Futter (aus der Hand), wenn er sich berühren lässt. Beißen ist ein natürliches Verhalten von Papageien. Von Anfang an muss ein junger Vogel deshalb konsequent dahingehend erzogen werden, dass er nicht beißt.
Vor - und Nachsorge
Sorgen Sie für artgerechte Haltung. Vermeiden Sie Einzelhaltung. Beobachten Sie Ihren Vogel täglich, ob die Paare oder Gruppen zusammenpassen.
Rasse - Dispositionen
Junge Amazonen haben den Ruf, sich leicht zu "Tyrannen" zu entwickeln.
c) Kreischen
Das anhaltende, neurotische Geschrei mancher Papageien ist sicherlich die Verhaltensstörung, die die Nerven der Besitzer am meisten strapaziert.
Krankheitsbild
Der Vogel schreit ausdauernd und lang und ist nicht zu beruhigen.
Ursachen
Kreischen ist eigentlich ein ganz normales Verhalten und Ausdrucksmittel von Papageien. Sie begrüßen den Tag mit einem Geschrei und drücken Wiedersehensfreude mit lautem Kreischen aus. Es kann jedoch unerträglich werden, wenn der Vogel als Ausdruck seiner Einsamkeit, Trauer, Langeweile, Frustration oder Angst ständig schreit. Manche Vögel kreischen auch, um die Aufmerksamkeit des Besitzers zu erregen.
Selbstmaßnahmen
Sorgen Sie möglichst für einen Partner und viel Abwechslung und Unterhaltung. Ist das Geschrei bei einem neu erworbenen Vogel Ausdruck der Warnung und Angst, sobald Sie sich ihm nähern, so dürfen Sie das nicht weiter beachten. Der Vogel gelangt sonst zu der Überzeugung, dass Kreischen nutzt. Bieten Sie ihm trotz seines Geschreis ruhig per Hand Leckerbissen an.
Bei Vögeln, die Spektakel machen, um beachtet zu werden, ist es wichtig, dass der Vogel keine Aufmerksamkeit bekommt, solange er schreit. Denn er würde das unerwünschte Verhalten in Zukunft nur verstärken. Es wäre ebenso verkehrt, ihn auszuschimpfen, denn damit hätte der Schreihals ja erreicht, was er wollte - Beachtung.
Wichtig: Fröhliches Kreischen zur Begrüßung können und dürfen Sie nicht unterbinden! Gehen sie schnell zu Ihrem Vogel hin und begrüßen Sie ihn ebenso freudig.
Vor - und Nachsorge
Um übertriebenes Gekreische abzustellen, ist viel Geduld nötig. Belohnen Sie Ihren Vogel, wenn er nicht schreit, und strafen Sie ihn mit Missachtung oder Abdecken des Käfigs bei anhaltendem Geschrei. Sie können ihn auch in einen anderen Raum bringen, bis er mit dem Geschrei aufhört. Wenn der Vogel das Kreischen beendet hat, sollten Sie sich intensiv mit ihm beschäftigen - als Belohnung für sein angenehmes Verhalten.
d) Sexuelle Probleme
Normalerweise würgt das Männchen als Teil der Balz Nahrung aus, um seine "Angebetete" damit zu füttern.
Krankheitsbild
In Ermangelung eines echten Vogelpartners neigen vor allem männliche Vögel dazu, Nahrungsbrei über Ersatzobjekte auszuwürgen. Der Vogel "erbricht" über sein eigenes Federkleid, über Spiegel, Spielzeug, einen anderen Vogel oder auch den Arm des Besitzers. Außerdem kann es zu Paarungsversuchen kommen. Einzeln gehaltene weibliche Vögel legen ständig zahlreiche Eier.
Ursachen
Vögel haben einen starken Paarungstrieb, und Einzelhaltung führt bei beiden Geschlechtern zu Verhaltenproblemen. Der Vogel hat sich das Spielzeug, einen gleichgeschlechtlichen Vogel oder den Tierhalter als Ersatz - Partner ausgewählt. Das Auswürgen des Nahrungsbreis als Balzfütterung stellt eine besondere Liebeserklärung dar. Das Vogelweibchen hat sich wahrscheinlich den Halter als Partner ausgesucht. Es kommt zu Störungen des Hormonhaushaltes. Aber auch Eierstocktumoren können sich so bemerkbar machen.
Selbstmaßnahmen
Am Besten wäre es, Sie würden Ihrem einen passenden Partner zugesellen. Wenn dies nicht möglich ist, sollen Sie als Hilfemaßnahme alle Gegenstände, die der Vogel versucht zu "füttern", vorübergehend aus dem Käfig entfernen. Nehmen Sie dem Weibchen die Eier nicht weg. Dadurch provozieren Sie, dass es krampfhaft weiterlegt. Wenn es einen vollen Brutzyklus durchlaufen kann, legen sich die Probleme oft - zumindest vorübergehend. Entfernen Sie anschließend das Nest.
Wann zum Therapeuten?
Notfalls kann der Tierarzt mit Hormongaben regulierend eingreifen.
Vor - und Nachsorge
Halten Sie den Vogel nicht einzeln, sondern gesellen Sie ihm einen Partner hinzu. Wenn nicht anders möglich, kann es auch ein Vogel einer anderen Art sein.
Rassen - Dispositionen
Oft werden beide Störungen bei Wellensittichen beobachtet, sie kommen aber auch bei anderen Vogelarten vor.
Bei Vögeln, die Spektakel machen, um beachtet zu werden, ist es wichtig, dass der Vogel keine Aufmerksamkeit bekommt, solange er schreit. Denn er würde das unerwünschte Verhalten in Zukunft nur verstärken.
Achten Sie darauf, dass Ihr Vogel nur für ihn geeignetes, unverdorbenes Futter erhält. Auch wenn er gern von Ihrem Essen nascht: Salzige, scharfe Nahrung sowie Alkohol sind absolut tabu!!
Verpaaren Sie keine zu jungen Vögel.
Bieten Sie dem Vogel das Trinkwasser im Winter nur in Gefäßen an, in denen sie nicht baden können!!!
Verwenden Sie niemals Sandpapierhüllen auf den Sitzstangen! Dadurch reiben sich die Vögel die empfindlichen Fußballen schnell wund!
Krallendeformationen können entstehen durch Verletzungen, Entzündungen oder Räude - und Pilzerkrankungen des Nagelbettes, durch mangelnde Krallenpflege sowie durch fehlende Abnutzung infolge von Bewegungsmangel.
Versuchen Sie soweit wie möglich Unfälle und Rangkämpfe zu verhindern. Stärken Sie durch artgerechte Haltung und vollwertige Ernährung die Abwehrkräfte des Vogels. Gewähren Sie ihm ausreichend Sonnenlicht ohne die UV- filternden Glasscheiben.
Falls das Brutgeschehen Ihrer Vögel in einer Voliere stattfindet, sollten Sie darauf achten, dass keine Ratten oder Katzen (oder Menschen) das Brutpaar stören. Falls noch andere Vögel in der Voliere sind, sollten Sie diese für die Dauer der Brut in einen anderen Käfig setzten.
Wärme ist das wichtigste Heilmittel.
Bevor Sie Ihren Vogel frei fliegen lassen, sollten Sie die Umgebung genauestens auf Verletzungsgefahren hin überprüfen!!
Verklebte, teilweise blutverschmierte Federn sind Anzeichen für eine Verletzung der Haut.
Schon bei den ersten Anzeichen eines Schnupfens besteht Handlungsbedarf!!
Nach einem schweren Trauma, etwa einem Aufprall gegen eine Spiegel - oder Fensterscheibe, muss immer mit der Glaskörperblutung gerechnet werden, besonders wenn der Vogel benommen ist!
Da der Schnabel schnell wächst, muss er regelmäßig gekürzt werden (bei Wellensittichen alle vier Wochen), sonst können die Tiere nicht mehr richtig fressen, sich nicht pflegen und sich Verletzungen zufügen.
Nicht zu empfehlen ist das Kürzen mit einer Zange, da der Schnabel splittern kann.
Die Atemfrequenz beträgt 80-100 Atemzüge pro Minute.
Vermeiden Sie Erdnüsse mit Schalen, da diese oft Aspergillus- Pilzsporen enthalten.
Geben Sie Ihrem Papagei keinesfalls nur Sonnenblumenkerne! Diese sind sehr fetthaltig und führen schnell zu Mangelsituationen.
Zugeflogene Wellensittiche werden in Deutschland als Fundsache behandelt, das heißt, sie sind immer noch Eigentum des ursprünglichen Besitzers. Da in Deutschland alle Sittiche amtliche Ringe tragen müssen, kann über den Züchter eventuell der ursprünglichen Besitzer ausfindig gemacht werden.
Bitte verfütteren Sie auf keinen Fall folgende Frischkost:
Avocado (zu fettig und in Kernnähe giftig für Vögel), frische Datteln (zu viele Gerbstoffe), Grapefruit, Pampelmuse, Pomelo (zu säurehaltig und bitter), Kumquat (zu säurehaltig), Passionsfrucht (fast alle Arten enthalten zu viel Säure), unreife Kaki beziehungsweise Sharon (zu viele Gerbstoffe), Zitrone (viel zu säurehaltig)
Wellensittiche haben drei Augenlider. Das obere, das untere und ein seitliches Augenlid das bei Bedarf quer über das Auge verläuft, um es zu schützen.
Wellensittiche sind warmblütige Tiere. Die normale Körpertemperatur beläuft sich auf etwa 41 Grad Celsius, und ist somit höher als bei anderen Haustieren wie Hund oder Katze.
Mangel an Vitamin A entsteht durch ausschließliche Körnerfutterung.
Mangel an Vitamin D³ entsteht durch zu wenig direktes Sonnenlicht (Fensterscheiben absorbieren UV-Strahlung).
Leitern und Schaukeln fördern die Bewegung und beugen einer Verfettung Ihrer Vögel vor.
Waagerechte, verzinkte Metallstangen im Käfig sorgen für eine gute Durchsicht und sind eine gute Kletterhilfe für Ihren Vogel!
Säuberen Sie jeden Morgen Trink- und Futtergefäße mit lauwarmen Wasser und bieten Sie stets frisches Futter an.
Wellensittiche sind Gesellschaftstiere. Um sich sicher fühlen zu können, brauchen sie die Schar. So gesehen verbietet sich Einzelhaltung von allein.
Die Nestlingszeit bei Wellensittichen dauert bis zu 32 Tagen.
Temperaturen unter 0° C überstehen Wellensittiche, weil sie sich in ihrer Schar nachts dicht aneinander kuscheln.