
Alles rund um den gefiederten Freund von A wie Anschaffung bis Z wie Zucht.
Durch die Fähigkeit zu Fliegen ist der Vogel in der Natur an fast grenzenlose Freiheit gewöhnt. Wenn Sie sich so ein Tier ins Haus holen, übernehmen Sie eine große Verantwortung für sein Wohlergehen. Der Vogel ist in Gefangenschaft völlig auf Ihre Aufmerksamkeit und Ihr Wissen um seine Bedürfnisse und vor allem auf Ihre sorgfältige Pflege angewiesen.| Papageien | Körnerfresser | Weichfresser | |
| Neues Futter und Wasser | täglich | täglich | zweimal täglich |
| Reinigung gründlich | alle 2.3 Tage | alle 2.3 Tage | täglich |
| Reinigung grob | täglich | täglich | zweimal täglich |
| Einsprühen mit Exner Petguard | |||
| Das Federkleid | wöchentlich | wöchentlich | wöchentlich |
| Voliere | monatlich | monatlich | monatlich |
| genauere Beobachtung | täglich | täglich | täglich |
| genaue Untersuchung | wöchentlich | nach Bedarf | nach Bedarf |
| Krallen-und Schnabel-Pflege | nach Bedarf | nach Bedarf | nach Bedarf |
| Kotuntersuchung auf Parasiten | alle 3 Monate | alle 3 Monate | alle 3 Monate |
| Bademöglichkeit | täglich | täglich | täglich |
| mit Wasser einsprühen | täglich | täglich | täglich |
Die richtige Haltung
Die beste Haltungsform ist ohne Frage, die mit der größtmöglichen Bewegungsfreiheit und die bieten Garten - oder Zimmervolieren oder sogar ein Vogelzimmer. Mit ungiftigen Sträuchern, Baumstämmen, Pflanzen und Steinen können diese Vogelhäuser sehr dekorativ gestaltet werden. Auf keinen Fall sollten Sie Papageien auf einem Freisitz anketten.
Der richtige Käfig
Leider hat nicht jeder Vogelliebhaber die räumlichen Vorraussetzungen für eine große Voliere. Halten Sie Ihre Vögel in einem Käfig, dann sollten Sie auf die richtige Form und Größe achten. Völlig ungeeignet sind runde Vogelkäfige oder verschnörkelte Käfige. Die beste Form ist ein schlichtes Rechteck, das auch für kleinere Vögel wie Wellensittiche oder Kanarienvögel ein Mindestmaß von etwa 60x30x50cm (L x B x H) haben sollte, besser wäre 100x50x80 cm. Für größere Vögel muss der Käfig entsprechend geräumiger sein.
Bei Wellensittichen, die viel klettern, sollte der Käfig eher höher, bei Weichfressern eher länger sein, denn sie brauchen Platz zum hüpfen. Das Gittermaterial des Käfigs muss frei von Schadstoffen sein, da sich Papageien beim Beknabbern der Stäbe sonst vergiften könnten.
Einrichtung des Käfigs
Sitzstangen
Drei bis vier Sitzstangen reichen meist aus. Aber tauschen Sie einige Stangen gegen Naturholzäste (z.B. von Obstbäumen, Weiden, Eichen, Erlen oder Pappeln) aus. Die üblichen Plastik- oder Holzstangen können Fußballengeschwüre verursachen. Die Zweige sollten unterschiedlich stark und so dick sein, dass der Vogel sie mit seinen Zehen etwa zu 2/3 oder 3/4 umfassen kann. Bevor Sie die Äste im Käfig anbringen, sollten Sie sie mit heißem Wasser und einer Bürste abbürsten. Für Papageien sind Naturholzäste auch ein wichtiges Beschäftigungsmittel; sie knabbern gerne daran. Wichtig ist auch, dass zumindest einige Stangen leicht federnd angebracht werden.
Futternäpfe
Futternäpfe benötigen Sie so viele, dass Sie die einzelnen Futtersorten in verschiedenen Gefäße geben kannst. So können Sie besser kontrollieren, was Ihren Vögeln schmeckt. Futterautomaten sind nicht zu empfehlen. Die Spelzen der Körner können die Öffnung verstopfen, die Vögel verhungern vor dem gefüllten Automaten. Wasserautomaten sind dagegen ganz praktisch. Füttern Sie Frucht- und Weichfresser nie am Boden, sondern bringen Sie eine ausreichende Anzahl an Gefäßen in erhöhter Position an.
Bodenbelag
Als Bodenbelag eignet sich Sand oder Zeitungspapier. Bewährt hat sich auch die Einstreu von Buchenspäne. Die Späne bieten Ihren Wellis außerdem zusätzliche Möglichkeiten zum Knabbern und zur Schnabelarbeit.
Der richtige Platz
Wo Sie sich am häufigsten aufhalten, da sollte auch der Vogelkäfig stehen - mit Ausnahme der Küche, denn hier lauern zu viele Gefahren. Ihre Vögel fühlen sich am Wohlsten an einem hellen Platz in der Nähe des Fensters. Zugluft und volle Sonneneinstrahlung müssen auf jeden Fall vermieden werden. Sonnenlicht ist zwar wichtig, aber die Vögel müssen sich in den Schatten zurückziehen können. Zigarettenqualm und laute Musik schaden der Gesundheit Ihrer Vögel.
Freiflug
Bei allen Vögeln in Käfighaltung ist es unbedingt notwendig, sie einige Stunden täglich, mindestens eine Stunde, frei fliegen zu lassen, um ihnen genügend Bewegung zu verschaffen. Sonst verfetten die Vögel und werden krank. Volieren müssen ausreichend Flugraum bieten.
WICHTIG!!!: Bauen Sie Ihren Vögeln für den Freiflug einen Vogelbaum mit einer großen Schale zum Auffangen der Ausscheidungen.